Jugendstadträtin Bernadette Laister und Bildungsgemeinderätin Edith Gruber: „Die Sicherheit der Kinder und eine praktische Lösung für Nutzer der Musikschule müssen berücksichtigt werden. Klare Zonen zum sicheren Aus- und Einsteigen sowie zum Be- und Entladen in der Nähe sind dafür unerlässlich.“
Der geplante Umbau des Hafnerplatzes in Krems führt zum Wegfall mehrerer Parkplätze und verschärft damit die ohnehin angespannte Verkehrssituation in der Kremser Innenstadt, speziell im Nahbereich der Musikschule sowie der benachbarten Volksschule erheblich. „Besonders problematisch ist, dass laut aktuellen Pläne, kaum geeignete Möglichkeiten bestehen, um Kinder gefahrlos aussteigen zu lassen oder speziell große und schwere Instrumente sicher ein- und auszuladen. Mit dem Umbau verschwinden Parkplätze und die Fahrbahn vor der Musikschule, ohne dass es praktikable Alternativen gibt. Das verlagert das Problem in gefährliche Graubereiche des Straßenverkehrs“, so Stadträtin Bernadette Laister. „Das verschlechtert die Situation für Schul- und Musikschulkinder erheblich. Durch den Entfall von Parkplätzen steigt der Druck, Kinder in unübersichtlichen Bereichen aussteigen zu lassen – oft in zweiter Reihe oder an unzulässigen Stellen. Damit steigt auch das Unfallrisiko“, so Bildungsgemeinderätin Edith Gruber.
Grünes Rathausoberhaupt mit nächstem Alleingang
Gerade die Musikschule ist auf kurze Wege angewiesen, schließlich kommen viele Schülerinnen und Schüler mit Instrumenten und außerdem beinhaltet sie auch das Probelokal der Stadtkapelle Krems: Große und empfindliche Instrumente wie Celli, Kontrabässe oder Schlagwerk können nicht über längere Distanzen getragen werden. Ohne klar definierte Ein- und Ausladezonen ist die Sicherheit beeinträchtigt und der Probebetrieb der Stadtkapelle wird erschwert.
„Niemand verschließt sich einer sinnvollen Neugestaltung und Verschönerung des Platzes und der nicht ansehnlichen Grünzonen am Hafnerplatz. Wir haben von Eltern und Musikern einige Ideen gehört, wie beides verwirklicht werden kann: ein schönerer Platz und gleichzeitig praktikable sichere Lösungen für die Nutzergruppen der Musikschule. Schade, dass sie nicht bereits im Planungsprozess gehört wurden. Denn einmal mehr bindet das Rathausoberhaupt unmittelbar Betroffene nicht in seine Planungen ein. Deren Bedürfnisse gehören berücksichtigt“, ärgern sich Jugendstadträtin Bernadette Laister und Bildungsgemeinderätin Edith Gruber.
„Es ist jetzt schon schwierig einen geeigneten Parkplatz zu finden. Als Mutter ist es mir wichtig, dass meine Kinder ohne Stress sicher aus- und wieder einsteigen können. Daher hoffe ich sehr, dass die Pläne noch im Sinne der Kinder nachgebessert werden“, so Barbara Beer.
VP Krems fordert Ein- und Ausladezonen sowie bessere Einbindung der Betroffenen
Sollte laut Plan die derzeitige Fahrbahn und die Parkplätze direkt vor der Musikschule gänzlich wegfallen, ist das Bringen- und Abholen sowie das Ein- und Ausladen unsicherer, mit weiteren Wegen verbunden und deutlich komplizierter. Als Lösung fordern wir entweder den Erhalt zumindest einer Fahrbahnbreite für diesen Zweck oder alternative sicherer Ladezonen für die Betroffenen in unmittelbarer Nähe der Eingänge zur Musikschule. Ziel ist es, Kinder dort kurz aussteigen zu lassen und ihnen einen überschaubaren, sicheren Fußweg zu ermöglichen. „Wir appellieren daher an die Verantwortlichen der Stadt Krems, den Umbau des Hafnerplatzes im Sinne der Betroffenen nachzubessern. Eine durchdachte Verkehrsführung mit Ein- und Ausladezonen ist kein Luxus, sondern eine notwendige Voraussetzung für Sicherheit, Funktionalität und ein konfliktfreies Miteinander im öffentlichen Raum. Die besten Lösungen werden immer mit den Betroffenen gemacht“, so Laister und Gruber abschließend.




