Als eine seiner ersten Amtshandlungen als Stadtrat für Verkehr, Klima und Umwelt hat Peter Molnar im Alleingang in der Schillerstraße die Kreuzungsbereiche baulich verengen lassen. Die umstrittenen Verkehrsverengungen in der Kremser Schillerstraße, mittlerweile als „Ohrwaschln“ bekannt, sorgen weiterhin für gefährliche Verkehrssituationen. Besonders Busse und LKWs geraten beim Abbiegen in Schwierigkeiten und blockieren dabei oft beide Fahrtrichtungen, was zu erheblichen Verzögerungen und brenzligen Manövern führt.
Volksfest naht – Verkehrschaos droht
In rund 200 Tagen beginnt das Wachauer Volksfest. Damit wird die Schillerstraße – bedingt durch die gewohnten Sperren der Ringstraße auf der Höhe des Stadtparks – zur einzigen stadtnahen West-Ost-Verbindung in der Innenstadt. „Die Buchten bergen Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmer und lassen bei dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen beim Volksfest ein Verkehrschaos erwarten. Daher fordern wir, dass diese „Ohrwaschl“ rechtzeitig vor dem Volksfest wieder entfernt werden“, so VP-Vizebürgermeister Florian Kamleitner.
Ironischerweise stellen die baulichen Maßnahmen gerade für jene eine Gefahr dar, die sie eigentlich schützen sollten: Radfahrende. Statt sicher durch die Kreuzungsbereiche zu gelangen, sind sie häufig gezwungen, abrupt abzubremsen oder abzusteigen, um Unfälle zu vermeiden. „Diese Engstellen zeigen deutlich, dass gut gemeinte Maßnahmen ohne praxisnahe Planung oft das Gegenteil bewirken. Was als Schutz für Radfahrende gedacht war, führt nun zu riskanten Situationen für alle Verkehrsteilnehmenden“, kritisieren die Krems-Mitte-Ortsgruppenobfrau Eva-Maria Hochstöger und die Krems-Stein-Obfrau Edith Gruber und verweisen auf zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung.
Die VP Krems kündigt eine Anfrage an den Magistrat an, inwiefern die aktuelle Realisierung der „Ohrwascheln“ überhaupt rechtskonform war.