SPÖ Krems schiebt Bürgermeistern, inklusive Dr. Resch, den Schwarzen Peter zu

Vizebürgermeister Dr. Florian Kamleitner: „Für uns steht fest, die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt haben Anspruch auf Klarheit – und vor allem auf Ehrlichkeit. Schließlich wird die neue Badearena mit ihrem Steuergeld bezahlt“.

Krems. In der letzten Gemeinderatssitzung der Stadt Krems wurde neben weiteren Vergaben für die neue Badearena vor allem der Punkt diskutiert, ob die Gemeinden des Bezirks Krems je in das Projekt eingebunden und vor allem um eine finanzielle Unterstützung gefragt wurden. Eine Anfrage an den Bürgermeister lieferte die Auskunft, dass die Umlandbürgermeisterinnen und -bürgermeister 2012 im Rahmen einer Veranstaltung gefragt wurden. Streitpunkt: Es gibt kein Protokoll und eine NÖN-Umfrage bei 12 (!) amtierenden bzw. nicht mehr im Amt befindlichen Bürgermeistern ergab, dass sich niemand der 12 (!) Bürgermeisterinnen und Bürgermeister daran erinnern kann. Es steht also das Wort von 12 (!) gewählten Volksvertretern gegen die Behauptung der SPÖ Krems. Folglich ist davon auszugehen, dass die kolportierten Gespräche so nie stattgefunden haben.

„Es ist unredlich von Rathausoberhaupt Molnar und der SPÖ 12 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Falschaussage zu bezichtigen“, so der Kremser Vize-Bürgermeister Dr. Florian Kamleitner.

Bei der Anfragebeantwortung bezog sich Molnar auf ein Gespräch mit Alt- Bürgermeister Dr. Reinhard Resch.

„Und es ist unredlich von Molnar und der SPÖ Dr. Resch den schwarzen Peter unterzujubeln zu wollen. Molnar ist mehr als 3 Jahre bzw. mehr als 1.000 Tage im Amt, genug Zeit, um die Umlandgemeinden selbst zu fragen. Stattdessen bemüht er und die SPÖ nach wie vor das Narrativ, die Umlandgemeinden hätten mitzahlen sollen.“

Während Dr. Resch die unter Bürgermeisterin Rinke eingeführte Budgetdisziplin konsequent fortsetzte und so den finanziellen Spielraum für das Projekt Badearena schuf, schiebt Molnar nun jede Verantwortung von sich. Dabei ist festzuhalten, dass sämtliche Vergaben zur Badearena Neu in die 3-jährige bzw. mehr als 1.000 Tage andauernde Amtszeit von Molnar fallen.

Sachverhalt: 

Über Jahre hinweg wurde seitens der SPÖ betont, dass die Umlandgemeinden selbstverständlich in die Planungen rund um den Badneubau eingebunden gewesen seien. Dieses Bild wurde klar und selbstbewusst vermittelt.

So hieß es etwa in der Gemeinderatssitzung am 27.5.2025 von Bürgermeister Molnar: „Es ist alles versucht worden, um die Umlandgemeinden in das Projekt einzubinden.“ Kritische Stimmen wurden zurückgewiesen. Vizebürgermeisterin Hollerer meinte etwa zu Kamleitner: „Dass Sie sich jetzt herstellen und die Behauptung aufstellen, dass niemand die Umlandgemeinden gefragt hat.“ Und sogar mit deutlicher Schärfe argumentierte sie: „Glauben Sie wirklich in der Stadt Krems sind alle so blöd, und wissen nicht, wie so eine Vorgangsweise abzuhalten ist.“ 

 Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung – teuer, langfristig und von großer Bedeutung für die Stadt – braucht es eine klare, transparente und vor allem ehrliche Kommunikation. In der März-Sitzung hat sich die SPÖ einmal mehr dieser Kommunikation verwehrt. Finanzstadtrat und SPÖ-Klubobmann Helmut Mayer meinte in seinen Schlussworten: „Es würde mich interessieren, wer die 12 Bürgermeister sind, die davon nichts wissen.“

„Für uns steht fest, die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt haben Anspruch auf Klarheit – und vor allem auf Ehrlichkeit. Schließlich wird die neue Badearena mit ihrem Steuergeld bezahlt“, so Kamleitner abschließend. 

Bild 1: Vbgm. Dr. Florian Kamleitner an ©Pomassl