SPÖ & FPÖ lehnen Antrag zur Eindämmung der Tauben- und Dohlenplage in Krems ab

Krems (28.05.2026) Die Stadt Krems hat seit Jahren mit einer massiven Tauben- und Dohlenplage zu kämpfen.

Krems (28.05.2026) Die Stadt Krems hat seit Jahren mit einer massiven Tauben- und Dohlenplage zu kämpfen. Seit Monaten verschärft sich die Situation in mehreren Teilen der Stadt deutlich. Besonders betroffen ist der Bahnhofsplatz, wo massive Verschmutzungen durch Vogelkot mittlerweile das tägliche Ortsbild prägen. Auch aus Lerchenfeld, Rehberg, der Mitterau und der Kremser Altstadt werden zunehmend ähnliche Zustände gemeldet. Damit handelt es sich längst nicht mehr um ein Einzelproblem, sondern um eine stadtweite Entwicklung, die sichtbar außer Kontrolle gerät. Die Aufenthaltsqualität leidet massiv, gleichzeitig steigen die Belastungen für Anrainer, Wirtschaftstreibende und die öffentliche Hand kontinuierlich an. Nicht zuletzt kann Taubenkot Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze und Viren enthalten und zu schweren Atemwegserkrankungen führen.

Aus diesem Grund hat die VP Krems in Person von Gemeinderat Patrick Mitmasser in der gestrigen Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag zur Ausarbeitung und Umsetzung eines umfassenden Maßnahmenpakets gegen die zunehmende Tauben- und Dohlenproblematik im Kremser Stadtgebiet eingebracht. Dieser wurde allen voran von der Bürgermeister-Partei SPÖ sowie von der FPÖ, die im Stadtsenat für dieses Thema verantwortlich ist, abgelehnt.

„Rathausoberhaupt Molnar stören – verzeihen Sie den Ausdruck– ,angeschissene‘ Gehwege und Anzeigetafeln‘ offensichtlich nicht“, wettert Stadtpartei-Obmann Martin Sedelmaier. Auch die FPÖ nimmt er in die Pflicht: „Es ist immer dasselbe Spiel mit der FPÖ: Sind sie in der Verantwortung und müssen eine Lösung bringen, leiden sie an einer Arbeitsallergie und zeigen mit ihren beiden linken Händen auf andere – genauso wie bei der Donaubrücke Stein-Mautern.“

„Insbesondere der Bahnhofsplatz ist ein stark frequentiert Platz unserer Stadt und täglich Eingangstor für tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Schülerinnen und Schüler. Wenn dort Verschmutzung, Geruchsbelastung und Verwahrlosung zum Dauerzustand werden, dann ist das ein sichtbares Zeichen politischen Nicht-Handelns. Die Menschen erwarten sich Lösungen und keine Ausreden“, so Gemeinderat Patrick Mitmasser: „Für viele Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar.“

Mit dem eingebrachten Antrag sollte das Rathausoberhaupt und der zuständige Stadtrat beauftragt werden, ein umfassendes Maßnahmenbündel zur Eindämmung der Tauben- und Dohlenpopulation auszuarbeiten und umzusetzen. Ziel wäre gewesen, endlich koordiniert gegen die zunehmenden hygienischen, infrastrukturellen und wirtschaftlichen Belastungen vorzugehen.

Unverständlich bleibt insbesondere, warum ein Antrag zur Prüfung und Umsetzung konkreter Maßnahmen keine Mehrheit gefunden hat, obwohl die Folgekosten für Reinigung und Instandhaltung bereits jetzt erheblich sind und Jahr für Jahr steigen.

Die Verantwortung liegt nun klar bei der Stadtführung. Sollte weiterhin nicht gehandelt werden, ist mit einer weiteren Verschärfung der Situation zu rechnen – zulasten der Lebensqualität, der Wirtschaft und des Erscheinungsbildes der Stadt Krems.