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Bau-Wildwuchs, weil Entwicklungskonzept fehlt: Wann handeln Sie, Herr Resch?

Die Bebauung schreitet in Krems weiter voran, zahlreiche Projekte sind in der Pipeline. Die seit 2014 bestehende Möglichkeit, ein örtliches Entwicklungskonzept zu erstellen, wurde nicht genutzt. „7 Jahre Untätigkeit: Das ist die Bilanz von Bürgermeister Resch“, meinen Vizebürgermeister Martin Sedelmaier und Stadtrat Thomas Hagmann. So entsteht weiter Bauklotz um Bauklotz.

„Krems darf nicht zubetoniert werden. Wann handeln Sie, Herr Resch?“, fragten Vizebürgermeister Martin Sedelmaier und Stadtrat Thomas Hagmann schon in der Vorwoche und bekamen viele zustimmende Rückmeldungen von Kremserinnen und Kremsern, denen missfällt, dass Krems von einer lebenswerten Kleinstadt mit Weinbergen, Marillengärten und Grünflächen hin zu einer zubetonierten Stadt zu werden droht. Die SPÖ-Stadtregierung fühlt sich aber nach 10 Jahren mit Bürgermeister Resch nicht zuständig.

Kein Plan, keine Ziele: Entwicklung ist hausgemacht!

Der Hintergrund: Schon 2014 wurde im NÖ Raumordnungsgesetz die Möglichkeit eines „örtlichen Entwicklungskonzepts“ geschaffen, um der hemmungslosen Verbauung einen Riegel vorzuschieben und Grünflächen langfristig zu erhalten. „Viele andere Städte haben diese Möglichkeit genutzt. Die Resch-Regierung blieb 7 Jahre untätig“, erklärt Martin Sedelmaier. Während etwa Wr. Neustadt und St. Pölten handeln, wollte Bürgermeister Resch voriges Jahr eine Ausnahmegenehmigung zum Thema Verbauung vom NÖ-Landtag – die Eingabe wurde sogar von der Landes-SPÖ negativ beantwortet.

Gaswerkgasse und Schillerstraße in der Pipeline

„Ein rasches Handeln von Bürgermeister Resch hätte Krems vor der einen oder anderen Bausünde bewahrt“, so Stadtrat Thomas Hagmann, „auch hier zeigt sich: Wichtige Entscheidungen werden verzögert, verschoben und verschleppt werden – nicht nur beim Örtlichen Entwicklungskonzept, sondern auch beim Parken, bei der Entwicklung der Fläche des alten Stadtgartenamts, dem Hochwasserschutz in Stein und in vielen weiteren Belangen.“

Mit den Projekten in der Gaswerkgasse und in der Schillerstraße sind weitere umstrittene Bauten in der Pipeline, über die zuletzt geschwiegen wurde. „Das Ziel der Resch-Stadtregierung ist offensichtlich: Keine Aufregung bis zur Wahl. Danach wird weiter betoniert“, vermutet Hagmann

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